Homeoffice.

Mein Einfallsreichtum für Überschriften hält sich wieder einmal in Grenzen, aber drückt zumindest das aus, wie sich mein Vormittag heute gestaltet hat.

Wie ich ja schon gestern geschrieben habe, durfte ich heute von zuhause aus arbeiten, weil mein Supervisor heute Urlaub hatte. Sie hat mir aber eine ganze Seite mit einer To-Do-Liste voll geschrieben. Der Großteil dieser Liste bestand daraus, weitere Fachartikel zu lesen, die Konkurrenz auszuchecken und Blogeinträge über selbiges Thema zu lesen. Morgen soll dann der Chef des Unternehmens kommen, das meine Firma vertritt und eben dieses LMS anbietet; er soll mir sein Produkt wohl näher erklären. Ich bleibe einfach einmal gespannt wohin das dann führt. Es ist schon auch immer anstrengend, alles aufzunehmen und zu verstehen, was sie alle reden. Ich weiß nicht, ob ich das schon erwähnt habe, aber die Schotten haben schon auch einen komischen Akzent. Die sprechen das r nicht wie das typische Englisch r sondern eher mit einem deutschen Touch – keine Ahnung, ob man sich das jetzt so gut vorstellen kann, wenn ich das so schreibe 😉

Zurück zu meinem Tag: nachdem ich eindeutig genug von englischen Texten hatte und mir auch eigentlich vorgenommen hatte, jetzt noch ein paar Blogeinträge zu lesen (haha Motivation, bist du schon wieder ohne mich nach Deutschland?), bin ich ganz abenteuerlich heute einmal mit einer anderen Buslinie in Richtung Glasgow Innenstadt gefahren. Der Bus ist dann tatsächlich auch irgendwie wo anders lang gefahren als erwartet, aber ich war über meinen eigenen Orientierungssinn oder vielleicht auch eher mein Glück erstaunt, dass ich mich gleich zurecht gefunden habe. Da hab ich dann zuerst ein bisschen ein Shoppingcenter ausgecheckt, damit ich später weiß, wohin wir gehen können. Danach bin ich in die GOMA gegangen – kurz für Gallery of Modern Art.

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Das Gebäude sieht von außen ein bisschen aus wie ein Tempel, innen sind 4 verschiedene Gallerien auf verschiedenen Ebenen. Die Ausstellungen an sich haben mich ehrlich gesagt nicht so übermäßig umgehauen aber das Gebäude allein war es wirklich wert da rein zu gehen. Auf den einzelnen Stockwerken gab es nämlich immer eine Art innerer Balkon, von dem man aus nach unten schauen konnte. Da saß dann auch auf einmal ein junges Mädchen am Boden und hat vor sich hingezeichnet und es hat keinen gestört. Irgendwie kann ich das auch verstehen, es kann schon ein inspirierender Ort sein, aber dafür muss man auch ein bisschen mehr für „Kunst“ übrig haben.

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Nach meinem mehr oder weniger kulturellem Abstecher habe ich dann ganz tourimäßig Postkarten geschrieben und mir endlich mal einen guten Cappucino geholt. Hier in Schottland ist es nämlich zumindest in den Haushalten und auch den Firmen üblich nur Pulverkaffe zu trinken und da vermisse ich jedes mal meine Kaffemaschine zu Hause, die mir schön frisch aus ganzen Bohnen einen Kaffe kreiert!

Zum Glück hatte Sultan heute früher Arbeit aus, sodass ich mich mit ihr treffen konnte. Wir sind dann zuerst in einen Laden names Poundland. Das kann man sich vorstellen wie eine Mischung aus Tedi (bzw. einem 1€-Shop) und Aldi oder so, also man bekommt da wirklich von Klamotten über Putzmittel bis Lebensmittel alles – für nur 1 Pfund. Jedenfalls (sorry, falls ich das Wort irgendwie öfter benutze, das ist keine Absicht) gibt es da auch ein kleines Regal, da kann man sich Pappbecher mit Gummibärchen füllen… da mussten wir einfach zuschlagen.

Anschließend waren wir in einem Nagelstudio mit komisch englisch sprechenden Asiaten, wo sich Sultan die Nägel hat machen lassen. Dort haben wir uns dann auch mit der anderen Praktikantin Selina getroffen und danach eine sehr kleine Shoppingtour zu Topshop und Primark gestartet.. allerdings waren wir alle drei nicht so motiviert, weshalb es nur zu einer 3 Pfund Ausgabe bei Primark kam. Macht ja auch nichts, dann müssen wir uns wenigstens noch keine Sorgen machen wegen dem Gepäckgewicht beim Rückflug.

Danach sind wir ganz schlicht nach Hause gefahren, wo uns folgendes Menu erwartet hat:

  • Zucchini-Kartoffel Suppe
  • Brokkoli-Mais-Kartoffel-Champignon Omelette
  • Nudeln mit etwas Petersilie

Es war ganz okay, aber irgendwie wieder so unzusammenhängend oder unstrukturiert. Aber das Thema hatten wir ja schon.

Ich freue mich jetzt wie immer auf mein Bett und natürlich auch irgendwie, dass wir nach morgen erst einmal Wochenende und dann immerhin schon eine Woche „geschafft“ haben. In diesem Sinne dem schottischen Slang angepasst: Cheers!

 

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