Work.

Heute war dann „endlich“ mal mein erster Arbeitstag!

Morag, die Dame unserer englischen Organisation, hat mich mit der üblichen Verspätung abgeholt und ist leider nicht den Weg gefahren, den ich mit dem Bus nehmen müsste, sodass ich keine Ahnung davon bekommen konnte wie ich zukünftig hinkommen könnte. Jedenfalls bin ich dann gemeinsam mit Morag in ein großes Bürogebäude gegangen um das Büro meines Unternehmens zu suchen. Ich werde die Tage mal ein Foto machen und hier posten.

In meinen Unterlagen wurde mir im Voraus vorgegeben, dass mein Kleidungsstil während der Arbeit sehr formell im Business-Stil zu sein hat. Als ich dann in Businesshose und Blazer vor meinem Supervisor Elena stand, die selbst Adidas Turnschuhe, Jeans und Jeanshemd trug, kam ich mir natürlich entsprechend dumm vor. Aber gut, um das beste daraus zu machen: lieber so als anders herum! Ich glaube es wäre wirklich schlimmer, wenn ich diejenige mit Turnschuhen und Jeans gewesen wäre und sie komplett im Businessoutfit.

Elena ist auf jeden Fall wirklich sehr nett! Sie hat drei Söhne und führt das Unternehmen, in dem ich arbeite alleine. Meine Firma besteht also aus nur einer Person. Das Büro ist ein kleiner Raum mit zwei Tischen, zwei Sessel im Eck, einem Abstellboard und einem Fenster. Man kann sich das ganze wie ein normales Start-up Unternehmen bei uns in Deutschland vorstellen. Sie hat mir dann aber erklärt, dass Firmen in dieser, also ihrer, Größe üblich sind. Hier gibt es entweder sehr kleine, die nur aus 1 – 2 Personen bestehen oder dann sehr sehr Große und diese sind nicht bereit, Praktikanten für eine so „kurze“ Zeit aufzunehmen.

Aufgabentechnisch lässt sich mein Tag auch sehr leicht beschreiben, sie meinte sie hat im Moment mehrere Projekte beziehungsweise mehrere Kooperationen mit Firmen deren Internetpräsenz sie übernimmt, eines davon handelt von LMS (learning management systems). Meine Präsenz dabei war heute einfach englische Fachtexte zu diesem Thema zu lesen, um mich damit vertraut zu machen. Denn Freitag ist ein Meeting mit dem Chef dieser Firma, die dieses LMS seit kurzem anbietet oder anbieten möchte und ich soll daran teilnehmen und danach professionelle Texte dazu verfassen, die man dann Social Media – technisch verwenden kann. Ich muss ehrlich sagen, ich bin ja gespannt was die dann sagen werden… ich meine, deutsche Texte kriege ich schon hin, gerne sogar, aber auf Englisch ist das schon noch einmal eine ganz andere Nummer.

Jedenfalls durfte ich dann um 17.20 Uhr Feierabend machen und habe mein Bestes versucht, meinen Heimweg zu finden. An dieser Stelle bin ich wirklich sehr froh, dass die Schotten alle so extrem freundlich sind! Ich stand bei einem Stadtplan, da kam doch glatt ein Mädchen auf mich zu, sie war ca. 16 Jahre alt und fragte sehr freundlich, ob sie mir denn helfen könnte, wo ich hin möchte. Das ist wirklich nett, ein Stück dieser Freundlichkeit könnte Schottland ruhig mal nach Deutschland exportieren.

Gott sei Dank habe ich dann relativ schnell die richtige Busstation und den richtigen Bus gefunden und konnte ohne Zwischenfälle nach Hause fahren.

Zum Abendessen gab es dann heute von unserer Gastmama eine Lasagne mit Rinderhackfleisch, Brokkoli, Kartoffeln, irgend einen Thai-Eintopf, das wusste ich nicht genau was das ist, es war nur einfach sehr scharf und noch einen Avocado-Sellerie Salat. Die Geschmacksrichtung, die unserer Gastmama scheinbar sehr zusagt, ist gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt meins. Ich finde es aber sehr nett, dass sie uns immer auf einer Schiefertafel an der Wand aufschreibt, was das alles ist, sodass man es auch definieren kann.

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Das Wetter heute war eher durchwachsen, es hat immer wieder geregnet aber Gott sei Dank war der Wind nicht so stark, dass es richtig kalt gewesen wären. Aktuell regnet es aber stärker, warten wir mal morgen ab. Achja wo wir gerade bei morgen sind: ich muss morgen nicht arbeiten! Mein Supervisor wusste nach eigener Aussage nämlich nicht, dass ich heute „schon“ beginnen werde und hat sich für morgen Urlaub genommen. Ich hoffe, dass dann das Wetter morgen wenigstens einigermaßen mit machen, dass ich ein bisschen was anschauen kann. Wahrscheinlich werde ich mir dann doch die Gallery of Modern Art anschauen und das Polizei Museum.. mal sehen.

Ich wünsche euch allen eine gute Nacht, liebe Grüße aus Glasgow und es freut mich übrigens sehr, dass doch so relativ viele meinen Blog lesen! 🙂

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