Third.

Ich weiß, meine Überschriften sind nicht die kreativsten, aber so kann ich mich auch einfach selbst besser orientieren, wenn ich später nach meinem Praktikum meinen Bericht schreiben muss.

Heute wäre eigentlich mein erster Arbeitstag gewesen. Wie ich schonmal feststellen konnte, kann man aber die Arbeitsmoral der Schotten nicht mit der der Deutschen vergleichen. Ich muss ehrlicher Weise schon sagen, dass ich einfach die Struktur, die ein „normaler“ Deutscher an den Tag legt, vermisse. Hier ist das oft ein spontanes Springen zwischen allem was man vor hat und was einem währenddessen zufällig noch einfällt. Auch mit der Pünktlichkeit ist man hier nicht soo super genau… was mich persönlich eigentlich freuen sollte, da ich auch zuhause manchmal nicht immer die erste bin, ich hoffe doch aber sehr – beziehungsweise glaube ich das auch- dass ich nicht in solchen Dimensionen agiere.

Um den heutigen Tag genauer auszuführen: laut meinen Unterlagen startet mein Arbeitstag immer erst um 10 Uhr. Die Dame der Organisation hat mir aber schon gestern gesagt, dass mein Supervisor noch ein Meeting hätte und ich deshalb erst um 12.30 Uhr von ihr abgeholt werde und sie mich dann zu meinem Praktikumsplatz bringe, weil der angeblich auch schwer zu finden wäre. Jedenfalls stand ich dann zum ausgemachten Zeitpunkt vor dem Haus, allerdings kam niemand. Nach einer viertel Stunde, die anscheinend als Wartezeit ja nicht ganz so ungewöhnlich ist, während der ich mich auch mit meiner Gastmama ein bisschen unterhalten habe, bekam ich dann einen Anruf und es hieß, dass wohl etwas dazwischen gekommen wäre und ich heute doch noch nicht arbeiten muss.

Ich konnte oder eher sollte den Tag dann nutzen, um ein bisschen mehr von der Gegend zu sehen. Für mich war es aber eher ein verlorener Tag. Auch das Wetter war heute eher dann so, wie man es auch von Schottland erwartet: bewölkt, windig und ein bisschen Nieselregen.

Als erstes bin ich in durch den wunderschönen Tollcross Park gegangen, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Von dort bin ich in ein nahe gelegenes Einkaufscenter gefahren und hab mich da ein bisschen umgeschaut und ausgekundschaftet. Da ist beispielsweise ein Primark, was schon ziemlich verführerisch ist und eben verschiedene Shops mit Schuhen und Deko, ein Kino und auch ein riesen Supermarkt. Mir ist auch aufgefallen, dass man hier sehr gerne und oft zu Fertiggerichten greift. Etwas, das auch unsere Gastmama verfolgt.

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Nach meinem kleinen Shoppingcenter „Ausflug“ bin ich dann mit dem Bus in das Stadtzentrum gefahren. Dort wollte ich mir eigentlich die Modern Art Gallery anschauen, weil ich das übrigens super cool finde, dass hier in Glasgow alle Museen kostenlos sind! Das wurde uns so erklärt, dass die Stadt wohl überlegt hat, was Glasgow an sich aus macht und die Menschen alle geantwortet haben, dass es die Menschen selbst sind und man einfach wollte, dass sich die Menschen mehr für die Kultur interessieren. Hier hängen auch überall Banner auf denen steht „People make Glasgow“. Ich empfinde auch das irgendwie als sympathische Geste.

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Jedenfalls bin ich dann nicht hinein gegangen, um das einfach gemeinsam mit meiner Kollegin oder auch den anderen Praktikanten zu machen; zusammen ist das glaube ich interessanter. Stattdessen habe ich mir einfach die Gegend, die Stadt angeschaut. Hier gibt es drei „Hauptstraßen“, an denen man sich in der Innenstadt orientieren kann. Das sind auch super schöne Einkaufsstraßen. Da findet man von Zara über Nike und Kiko bis Michael Kors und Gucci wirklich alles. Ein Fakt, der mich auch ehrlich gesagt sehr angesprochen hat ist, dass dort in der Innenstadt überall freies Wlan ist. Außerdem sitzen hier auch einige Straßenmusiker, die meiner Meinung nach gar nicht so untalentiert sind (zumindest heute).

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Im Anschluss habe ich mich dann mit Sultan, meiner Kollegin und Mitstreiterin in diesem Abenteuer, getroffen… beziehungsweise mit Google Maps zum Ende hin dann eher semi erfolgreich versucht, ihr Büro zu finden. Sie musste/durfte ja heute schon ihren ersten Arbeitstag antreten.

Zusammen haben wir dann die Busstation gesucht und sind nach Hause. Ich bin doch auch echt kaputt von dem vielen gehen.. vielleicht sollte ich doch mal Sport machen 😉

 

 

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