Forget.

forget

Für den wohl eher unwahrscheinlichen Fall, dass sich hier „regelmäßige“ Leser finden: Entschuldigung für den Monat Pause. Dahinter steckt nichts tiefsinnigeres, manchmal fehlt einfach eine Inspiration oder es ist so viel los, dass man nicht dazu kommt, größer über etwas nach zu denken. Aber das ist ja eigentlich oft eher gut; das spricht dafür, dass man beschäftigt ist und zwar so, dass man keinen Gedanken oder keine Situation oder kein Verhalten tiefer analysieren und zerlegen muss. Das heißt, dass man zufrieden ist. Und wer ist schon gern unzufrieden?

Zu meiner aktuellen „Inspiration“: ich habe gestern den neuen Film von Karoline Herfurth, SMS für dich, gesehen. Gottseidank war der nicht so „überschnulzt“ wie erwartet! Es war natürlich viel Gefühl dabei, aber auch der richtige Witz. Ich bin noch immer begeistert und ich finde gar keine Worte, um den Film angemessen in wenigen Worten zu beschreiben. Einfach anschauen und selbst genießen.

Jedenfalls spricht man da ganz zu Beginn von einem Satz, der mich irgendwie dann doch berührt hat. Zunächst war er mir natürlich mit viel zu viel Puderzucker bestäubt, schlussendlich, während der Geschichte, habe ich mich aber mehr auf das Zitat eingelassen und mich von der Aussage überzeugen lassen.

So kurz dauert die Liebe und so lange das Vergessen.“ (Pablo Neruda)

Das hat mich dann irgendwie dazu gebracht, über die Vergangenheit an sich und das Vergessen nach zu denken. Vergessen der Vergangenheit ist nicht gut, aber manchmal der einzige Ausweg. Ich glaube jedoch, dass man einen Menschen gar nicht vergessen kann und soll.

In der Schule oder in der Arbeit lässt sich leicht einmal etwas vergessen. Zahlen, Vokabeln, ein Anruf, kleine Aufgaben, das Handy, etc. das kann vergessen werden. Aber ein Mensch ist etwas anderes. Einen Menschen macht viel mehr aus. Man erinnert sich an Situationen, gesprochene Worte, Taten, Berührungen, Charaktereigenschaften, Gerüche, persönliche Angewohnheiten, gemeinsam erlebte Situationen, Lebenseinstellungen, Kleidungsstile, peinliche Momente, Fähigkeiten, Stimmen. Man erinnert sich an Einzelnes gerne, auch wenn das Ganze selbst schmerzt. Eine Kleinigkeit lässt uns lächeln, als liebevolle Erinnerung.

Und genau deshalb sind finde ich Kleinigkeiten oft viel wichtiger. Wichtiger als große Taten. An große Taten erinnert man sich zwar auch gerne, aber die kleinen berühren. Ich bin auch deswegen der Meinung, dass man eine Person, die man so in dieser Weise schätzt und so wahrnimmt, dass man eine Ansammlung solcher Kleinigkeiten hat, nicht vergessen darf.

Man muss weiterziehen. Das ist unausweichlich.

Aber die Liebe darf nicht vergessen werden.

Das ist meine Einstellung zum Thema Leben nach dem Tod eines Menschen, der unser Herz berührt hat.

 

 

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