Nowadays.

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Eigentlich wollte ich Bücher und Geschichten schreiben. Aber die Welt ist eigentlich schon voll genug von erfundenen Worten. Stattdessen schreibe ich hier, was mir in den Sinn kommt, über einen kleinen Teil meiner Welt.
Manchmal fühle ich mich fast zu jung, gewisse Dinge zu schreiben, aber manchmal macht mich genau das älter.

Es gibt viele Menschen, die zu schnell erwachsen werden müssen, das ist sehr schade. Aber leider gibt es auch Kinder, die scheinbar gar nicht richtig wissen, was Kindheit ist. Ich weiß auch nicht, aber in gewisser Weise beschäftigt mich das schon, wenn ich Facebook oder Instagram aufmache und da Fotos von 14-16 Jährigen sehe, die posen was das Zeug hält, sich schminken als müssten sie den ersten Preis in einem Schönheitswettbewerb gewinnen und sich anziehen, als wären sie Models.

Was geht in diesen Köpfen vor? Was machen sie wenn sie 24 sind? Und vor allem: was erzählen die später ihren Kindern von „früher“?

Ich war noch Kind und ich war es gerne. Wir haben gespielt, da hatte keiner ein Handy, wir waren einfach zum Abendessen zu hause und wenn wir nicht dreckig waren, hat’s eigentlich überhaupt keinen Spaß gemacht. Wir sind auch immer im Türrahmen hochgeklettert bis die Mama panisch wurde. Wir haben uns gegenseitig in Mülltonnen geholfen, haben uns auf Rollhocker gesetzt und ein Bergab-Rennen veranstaltet. Wir haben gelacht und es war uns egal wie wir aussahen!

Heute lachen sie alle auf ihren Selfies und glauben wahrscheinlich auch, dass sie Spaß haben. Wenn wir aber ehrlich sind, sind die Momente, von denen es keine Fotos oder irgendwelche Aufnahmen gibt, die besten; denn diese Momente haben wir einfach nur genossen! Und genau das sind auch die Momente, von denen wir später unseren Kindern erzählen werden. Da kommt kein Satz wie „Oh ja, an die kann ich mich noch gut erinnern, mit der habe ich oft Selfies in der H&M Umkleide gemacht“ oder „Als ich jung war haben wir uns immer auf Facetime angerufen und uns gegenseitig beraten was wir am nächsten Tag in die Schule anziehen sollen“! So traurig es ist, aber scheinbar ist das die Zukunft.

Ich bin gerade einmal 20 und komme mir schon alt vor, wenn ich die Mädels anschaue, die eigentlich nur ein paar Jahre jünger sind. Aber eben doch offensichtlich in einem anderen Zeitalter aufwachsen. Ich bin stolz darauf, noch ein Kind der 90er zu sein, um nichts in der Welt würde ich meine jungen Jahre hergeben wollen. Ich kenne Mädchen, die sind 4 Jahre jünger und erzählen mir sie hätten in der 5. Klasse ihren ersten Laptop oder Computer bekommen… ich habe da mein ersten Klapphandy gekriegt, ohne Kamera, ohne Internet, bei dem man noch das Guthaben aufladen musste und das war einfach nur zum Telefonieren oder SMS schreiben da und man hat es sonst nie benutzt.

Der Unterschied ist wirklich krass und das obwohl ich ja eigentlich auch noch „jung“ bin! Ich finde den technischen Fortschritt sehr wichtig, auch ich bin ein Smartphone – User und im Großteil der gebotenen Social-Media-Plattformen aktiv; aber ich glaube, dass viele Eltern verpasst haben, ihrem Kind die Kindheit zu schenken, statt einem Smartphone oder Tablet.

Ich möchte keinen angreifen, das ist nur meine persönliche Meinung. Vielleicht sieht das ja jemand anderes hier auch so.

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